Volkswagen macht sich mit einer brillianten viralen Kampagne (lanciert durch die Stockholmer Werbeagentur DBB) für ein Umdenken stark und dies ohne jeglichen Bezug zu einem Auto. Mit der Kampagne “The Fun Theory” soll durch eine Reihe von Experimenten bewiesen werden, dass Verhalten durch Spass beeinflusst werden kann. Mit dieser Kampagne hat Volkswagen scheinbar direkt ins Schwarze getroffen, das Top-Video “Piano Stairs” wurde bereits über eine Million mal auf YouTube angesehen und unzählige Male verschickt, gepostet oder heruntergeladen.
Im ersten Experiment wird gefragt, ob eine Treppe, die in ein überdimensionales Klavier verwandelt wird, die Leute ermutigen kann, statt mit der Rolltreppe zu Fuss die U-Bahn zu verlassen. Die Antwort ist eindeutig, 66% mehr Pendler erklimmen die Treppe. In einem zweiten Versuch stellt man die Frage, ob mehr Müll in einen Abfalleimer geworfen wird, wenn dieser wie ein 30 Meter tiefer Schacht klingt.
Die Plazierung des VW Logos am Ende des Clips könnte subtiler nicht sein. Dennoch trägt der Inhalt der Clips das Logo durch das ganze Web, tausende von Menschen schicken sich die Videos gegenseitig zu, einhergehend mit ihrer äusserst positiven Assoziation der Marke. Ist das nicht genau die Definiton einer perfekten Marken Kampagne?
Mit einem schön gestaltetem Videoclip auf YouTube lacht der 29-Jährige “Ian Constable”, der mit bürgerlichem Namen Oliver Müller heisst, als Dozent für Videoschnitt arbeitet und in Zürich Wiedikon wohnt, über die Zürcher Szene – dazu ist wohl auch die kreative “Elite” zu zählen – und damit auch ein Stück weit über sich selber. Der Videoclip wurde auf YouTube schön über 28′000 mal angeschaut, hat es in den Tagi geschafft und belegt damit, dass Selbstironie nicht schadet, sondern im Gegenteil beflügelt.
Was ist so besonders an der ADC-Jurierung? Dieser Frage ging der diesjährige Auftaktfilm zum ADC-Fest 2008 nach. Die Antwort: Es sind die Juroren. In Form einer wissenschaftlichen Dokumentarsendung wurde der als eigene Gattung bezeichnete Homo Juroris beobachtet und dessen Gebaren während der Jurierung festgehalten.
Experten, darunter sogar ein echter Professor der Uni Zürich, analysierten das Sozialverhalten der Spezies Homo Juroris. Dabei kam es zu überraschenden Erkenntnissen in der Verhaltensforschung.